HMQ erfasst Schritt für Schritt die Bauten des Stiftsbezirk-Areals in St. Gallen mit 3D-Laserscanning und überführt sie in BIM-Modelle. Kathedrale, Regierungsgebäude und weitere Bauten liegen heute als digitale Zwillinge vor.
In einer ersten Etappe erfasste die HMQ AG im Auftrag des Kantons St. Gallen das Regierungsgebäude, ein Bau aus dem späten 19. Jahrhundert mit neun Geschossen und rund 20'000 Quadratmetern Gebäudefläche. Anschliessend erfolgte die Gebäudeaufnahme vom Karlstor sowie den Bauten entlang der Moosbruggstrasse bis hin zu Teilen der Zeughausgasse. Damit liegt für einen wesentlichen Teil des Areals ein durchgängiger digitaler Bestand vor.
In einer nächsten Etappe weitet HMQ die Erfassung aus auf die Kathedrale St. Gallen und den Klosterhof. Pro Standpunkt erzeugt der Laserscanner Millionen Messpunkte, sogenannte Punktwolken. Aus der Kathedrale entstanden so 414 Gigabyte Rohdaten, die zu einer vollständigen Punktwolke verarbeitet und in ein BIM-fähiges Modell überführt wurden. Auftraggeber war der Katholische Konfessionsteil des Kantons St. Gallen. Die Erfassung erfolgte mit mobilem 3D-Laserscanning, die Modellierung in ArchiCAD.
Aus jeder Erfassung entstehen mehrere Liefergegenstände: 3D-Punktwolken, Grundrisse, Schnitte und Querschnitte, Dachstockmodelle, Fassadenmodelle sowie vollständige 3D-Modelle. Die Modelle werden in ArchiCAD aufgebaut und in den Formaten IFC, BIMx, DWG und PDF ausgeliefert. Diese offene Format-Auswahl erlaubt die Weiterverarbeitung in nahezu allen heute eingesetzten Planungs- und Verwaltungs-Werkzeugen, ob bei einem ArchiCAD-Büro, einer Liegenschaftsverwaltung oder bei späteren Planern.
Die Verarbeitung der Rohdaten und die Modellierung erfolgen mehrstufig: Vor-Ort-Aufnahme durch HMQ-Teams in der Schweiz, Datenaufbereitung und 3D-Modellierung anschliessend bei HMQ ASIA, der Tochterfirma in Indonesien mit ca. 80 spezialisierten Mitarbeitenden im BIM-Workflow. Im Fall der Kathedrale dienen die Daten zusätzlich als digitale Sicherungskopie.
Pirmin Koster, Verantwortlicher für die Liegenschaften im Stiftsbezirk: «Einen solch detaillierten Plan- und Datensatz all unserer Gebäude hatten wir noch nie.»
Die Gebäudeaufnahme ist Kerngeschäft der HMQ AG. Im Schweizer Markt gehört das Unternehmen zu den führenden Anbietern in diesem Segment, mit Referenzen wie der PostFinance-Arena Bern, dem Grossmünster Zürich, dem Hotel Belvedere Grindelwald und der laufenden Erfassung im Stiftsbezirk-Areal St. Gallen. Diese Erfahrung fliesst in jedes Projekt ein, sei es ein Einzelbauwerk oder ein Welterbe-Ensemble von der Dichte des Stiftsbezirks. Dass eine geschichtsträchtige Bausubstanz dieser Bedeutung in einem präzisen, BIM-fähigen Modell vorliegt, ist in der Schweizer Vermessungs- und Geomatikbranche keine Selbstverständlichkeit.
Der Stiftsbezirk St. Gallen mit Stiftskathedrale, Stiftsbibliothek und Klosterhof gehört seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den bedeutendsten historischen Ensembles der Schweiz. Eine durchgängige digitale Bestandsaufnahme schafft die Voraussetzung dafür, Veränderungen objektiv zu dokumentieren, Eingriffe an der historischen Substanz präzise zu planen und Wissen über das Areal langfristig verfügbar zu halten. Genau dafür liefert HMQ die Methodik.
Daniel Gantenbein, Geschäftsleitung HMQ AG: «Wer historische Bauten erhalten will, braucht zuerst eine präzise digitale Grundlage. Genau das schaffen wir im Stiftsbezirk-Areal, Bauwerk für Bauwerk.»
Sind Sie selbst mit einer historischen Liegenschaft konfrontiert, für die eine digitale Grundlage fehlt? Sprechen Sie uns an, wir besprechen mit Ihnen, was eine 3D-Bestandsaufnahme in Ihrem konkreten Fall leistet.