Das digitale Gedächtnis der Schweiz: vier Wahrzeichen | 24.04.2026

Vier Objekte, vier Kantone, vier Epochen: HMQ hat den Stiftsbezirk St. Gallen, das Grossmünster Zürich, den Munot Schaffhausen und das Schloss Haldenstein digital erfasst. BIM-Modelle, die Generationen tragen.

Spezialisten für Kulturgüter

Wer heute den Klosterhof in St. Gallen überquert oder vom Limmatquai zum Grossmünster hinaufgeht, steht vor Geschichte, die Jahrhunderte überdauert hat. Die stille Frage dahinter: Wer sichert diese Geschichte für die nächsten fünfzig Jahre, wenn Sanierungen anstehen, wenn die Denkmalpflege genaue Daten braucht, wenn Kantone Machbarkeitsstudien zu finanzieren haben?

Die HMQ AG ist schweizweit die Spezialistin für Gebäudeaufnahme und 3D-Modellierung. Das Leistungsspektrum reicht vom historischen Baudenkmal bis zur Grossarena und umfasst 2D-Plandaten, 3D-Punktwolken sowie BIM-fähige Modelle. Tausende realisierte Projekte in der ganzen Schweiz stehen dahinter, vom Kanton St. Gallen über Schaffhausen und Zürich bis nach Graubünden. Wenn ein Wahrzeichen, ein Denkmal oder eine komplexe Bausubstanz präzise digital erfasst werden muss, ist HMQ die erste Adresse in der Schweiz.

Für die vorliegende Übersicht haben wir vier Objekte ausgewählt, die zeigen, was die digitale Bestandsaufnahme am Denkmal leistet. Der Stiftsbezirk St. Gallen, das Grossmünster Zürich, der Munot in Schaffhausen und das Schloss Haldenstein in Graubünden liegen heute als BIM-Modelle in ArchiCAD vor. Eine Datengrundlage für Kantone, Architekten und Denkmalpflege.

Vier Objekte, vier Geschichten

Der Stiftsbezirk St. Gallen wurde 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Zwischen 2023 bis 2025 hat HMQ im Auftrag des Kantons und des Katholischen Konfessionsteils den gesamten Bezirk aufgenommen: Kathedrale, Klosterhof, Regierungsgebäude, Karlstor und die umliegenden Bauten entlang Moosbruggstrasse und Zeughausgasse. Das Modell wird unter anderem zur Basis für den UNESCO-Welterbe-Managementplan genutzt.

Das Grossmünster Zürich entstand in zwei Etappen. Zuerst nahm HMQ die Anlage mit 3D-Laserscanning auf, daraus entstanden 2D-Pläne und die archivierte Punktwolke. Später folgte die 3D-Modellierung auf genau dieser Datengrundlage. So steht den Planern des Hochbauamts Kanton Zürich heute ein massgenaues BIM-Modell zur Verfügung.

Das Schloss Haldenstein, eine Anlage aus dem 16. Jahrhundert, erfasste HMQ 2024 für das Hochbauamt Kanton Graubünden. Das BIM-Modell verbindet die lokale Bestandsaufnahme mit den nationalen swisstopo-Datensätzen swissALTI3D und swissBUILDINGS3D. Eine solide Basis für die anstehende Machbarkeitsstudie der kantonalen Liegenschaft.

Der Munot in Schaffhausen ist die einzige noch erhaltene Zirkularfestung Europas. Ein Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert, das sich in kein Standard-Raster einfügt. Alle Geschosse, Flankenmauern, der Römerturm, die Wohnung: alles in mehreren Etappen aufgenommen, kombiniert aus Laserscan und Drohne. Das Rohmaterial umfasst 325 Gigabyte Scandaten, verdichtet zu einem IFC-Modell von 270 Megabyte, mit dem ArchiCAD und openBIM direkt arbeiten können.

Was historische Bausubstanz anders macht

Die Arbeit am Denkmal ist mit einem Neubau nicht vergleichbar. Jede Nische sitzt anders als ursprünglich geplant, jeder Dachstuhl hat sich über Jahrzehnte gesetzt, jede Mauer trägt ihre eigenen Verformungen und Ausbesserungen. Wer diese Substanz digitalisiert, muss sie so abbilden, wie sie heute steht. Nicht, wie sie vor dreihundert Jahren auf Pergament gezeichnet war.

Daniel Kägi, Bereichsleiter Gebäudeaufnahme: «Historische Bausubstanz verzeiht keine Annäherung. Jede Nische, jeder Dachstuhl, jede Verformung muss genau so im Modell liegen, wie sie in der Realität ist. Beim Munot haben wir 325 Gigabyte Scandaten verarbeitet, um ein IFC-Modell von 270 Megabyte präzise zu erzeugen. Diese Disziplin ist unser Standard.»

Schweizweit die Adresse für Gebäudeaufnahme und 3D-Modelle

Ob UNESCO-Welterbe, mittelalterliche Festung oder kantonales Schloss: Die HMQ AG ist in der Schweiz die Spezialistin für Gebäudeaufnahme und 3D-Modellierung. Das Portfolio reicht über Kantone, Bauwerkstypen und Epochen hinweg, von der Amtlichen Vermessung über 3D-Laserscanning und BIM-Modellierung bis hin zur Beweissicherung. Wenn ein Kanton, eine Gemeinde oder ein privater Eigentümer ein Wahrzeichen digital sichern will, findet er in der Schweiz wenige Partner, die das in dieser Tiefe liefern. HMQ ist einer davon. Tausende realisierte Projekte und eine erfahrene Mannschaft von Ingenieuren, Geomatikern und Architekten stehen dahinter.

Gedächtnis, das Generationen trägt

Die Schweiz hat keine eigenständige nationale Digitalisierungsstrategie für Baudenkmäler. Internationale Initiativen wie CyArk schützen gefährdete Monumente weltweit. Hierzulande übernehmen Kantone und Gemeinden diese Aufgabe Objekt für Objekt, oft ohne gemeinsame Richtschnur. Die vier Referenzen zeigen, was daraus werden kann, wenn die Arbeit sauber gemacht wird: eine Datengrundlage, die in dreissig, fünfzig Jahren noch trägt. Für Planer. Für die Denkmalpflege. Für Entscheidungen, die heute noch niemand vorhersehen kann.

Daniel Gantenbein, Mitglied der Geschäftsleitung: «Schweizer Denkmäler sind ein nationales Gedächtnis. Wir digitalisieren sie so, dass Kantone, Planer und Denkmalpflege in dreissig, fünfzig Jahren noch dieselbe präzise Grundlage haben wie heute. Das ist keine Nebenleistung, das ist die Verantwortung gegenüber dem Kulturerbe.»

Weitere Referenzen

In den Referenzübersichten zu Gebäudeaufnahme und 3D-Modellierung finden sich zahlreiche weitere Objekte aus der Kategorie «Kunst, Kultur und Denkmal».

Interessiert an einer präzisen Bestandsaufnahme für ein Kulturdenkmal? Wir begleiten Sie vom ersten Schritt bis zum fertigen 3D-Modell und reden gerne direkt mit Ihnen über Ihr Projekt.

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